Material

Messing

Material

Messing

Messing ist eine Kupfer Zink Legierung , etwas härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze. Diese Legierung ist im Gegensatz zu Stahl und Aluminium nicht durch Wärmebehandlung aushärtbar. Die Festigkeit kann nur durch geeignete Legierungswahl und durch mechanische Umformung (Walzen, Schmieden oder Ziehen in kaltem Zustand) gesteuert werden. Messing zeichnet sich durch sehr gute Warmumformung und sehr guter Schmiedbarkeit aus.

Aufgrund des jeweiligen Kupferanteils reicht das Farbspektrum von goldrot (bei hohem Kupferanteil) bis hellgelb (bei hohem Zinkanteil).
Genau wie die Werkstoffe Kupfer und Bronze besitzt auch Messing die Eigenschaft sich im Laufe der Zeit mit einer natürlichen Patina zu überziehen, die wiederum eine Schutzschicht vor Korrosion bildet. Die gebräuchlichste Legierung ist CuZn37, mit einem Zinkanteil von 37 Prozent.
Meist enthält Messing einen Kupferanteil von mindestens 50 Prozent, da es unterhalb dieser Grenze spröde wird und daher schlecht zu verarbeiten ist. Messinglegierungen mit einem Kupferanteil von mehr als 70 Prozent werden auch als Tafelmessing, Tombak oder Goldmessing bezeichnet. Diese finden meist Anwendung in der Schmuckherstellung, aber auch dem Militär bei der Herstellung von Stahlmantelgeschosse.

Als spanbrechender Bestandteil liegt der Bleigehalt zwischen 0,5 und 3 %. Wird dieser Wert überschritten schreibt man diese Legierung dem Sondermessing zu (s.u.). Diejenigen Messingsorten, die als dritte Komponente zwecks besserer Zerspanbarkeit kleine Anteile von Blei enthalten, werden auch als Automaten- oder Zerspanungsmessing bezeichnet. Heutzutage wird Automatenmessing meist noch mit dem Begriff „Ms58“ betitelt, was eigentlich nicht mehr zulässig ist und häufig Probleme bereitet, da es diese Qualität nach Norm nicht mehr gibt. Ab 1974 stand dies als Oberbegriff für die drei Werkstoffe CuZn39Pb2, CuZn39Pb3 und CuZn40Pb2.

Somit stellt Ms58 einen weitverbreiteten Werkstoff dar, der meist ab Lager verfügbar ist.

Anwendung findet Messing aufgrund seiner goldähnlichen Farbe für Verzierungen und Verschläge. Aber auch dank der guten elektrischen Leitfähigkeit und der mechanischen Stabilität ist Messing von hoher technischer Bedeutung. Häufig wird es wegen seiner guten korrosionschemischen Eigenschaften für Armaturen und Formstücke auch in der Sanitärinstallation bzw. im Schiffsbau oder für Dekorative Schilder, z. B. Anwaltskanzleien verwendet.

Anwendungen Anwendungen

Gravuren

  • Mechanisches Einbringen durch Fräsen / Gravieren der Texte und Symbole in das Material.
  • Gravurtiefe: 0,2 – 0,5 mm, je nach Kundenwunsch.
  • In der Regel werden die Gravuren mit einem Nitrolack ausgelegt, eingefärbt.
  • Da Messing je nach Witterung anläuft, es entsteht ein Oxidationsprozess, wird häufig ein Schutzlack (Zaponlack) aufgebracht.

Ätzen

  • Beim Ätzen wird der Bereich der nicht eingefärbt werden soll mit einer Spezialfarbe abgedeckt, man spricht dann von einem Negativdruck.
  • Beim Ätzen durchläuft das Messing ein Chemiebad, die Bereiche welche nicht mit Spezialfarbe abgedeckt sind werden durch die Chemie angegriffen und es entsteht eine aufgeraute Oberfläche, danach wird die Spezialfarbe (Ätzresist) chemisch entfernt.
  • In der Regel wird nun der geätzte Bereich mit einer Farbe und Schablobe eingefärbt.
  • Die Farbe wird in einem Ofen eingebrannt.

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